Seefabrik Gersau

Gersau an sich ist schon ein geschichtsträchtiger Flecken im Herzen der Schweiz. Bis 1798 war der idyllisch am Vierwaldstättersee gelegene Ort mit heute etwas über 2'000 Einwohner während nahezu 400 Jahren die kleinste und älteste Republik. 1730 erteilte die Obrigkeit der damaligen Republik Gersau ihrem Landschreiber Sebastian Melchior Rigert die Bewilligung, direkt am See Seide zu fäulen und waschen.

Dies war der Beginn einer Industrie, die mit der letzten verbliebenen Produktionsstätte an der Bläuistrasse über all die Jahrhunderte im Dorf die meisten Personen beschäftigte. Zur Hochblüte der Gersauer Seidenproduktion wurde in drei Fabriken produziert. Eine davon war die Seefabrik, die heute einigen Gewerbetreibenden als Werk- und Produktionsstätte dient.

So auch der Kaffeerösterei Hosennen, die sich mit dem süsslich-aromatischen Duft während des Röstprozesses im ganzen Dorfzentrum bemerkbar macht und damit ein weitaus angenehmeres Aroma als einst die gefäulte Seide verbreitet.